Pressemitteilung
Martin Dulig Thema: Bildungspolitik
Martin Dulig, Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:
Nun ist auch Tillich aufgewacht: Mehr Abiturienten braucht das Land!
„Ich freue mich sehr, dass nun auch Ministerpräsident Tillich erkannt hat, dass wir mehr junge Menschen zum Abitur führen müssen. Allerdings hinkt Tillich mit seinen Äußerungen auf dem sogenannten Zukunftskongress seiner Zeit erheblich hinterher: Sein Wunsch, die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler sollten das Abitur ablegen, ist eine alte Forderung der SPD. Dafür wurden wir in den letzen Jahren von der Union jedoch immer wieder attackiert.
Wir wollen jetzt aber nicht die alten Fehler der CDU aufarbeiten, sondern in die Zukunft schauen: Den Anteil der Schulabgänger mit Studienberechtigung werden wir nur steigern können, wenn wir unsere Potentiale besser nutzen. Alle nationalen und internationalen Erfahrungen zeigen: Längeres gemeinsames Lernen erhöht die Bildungschancen für alle. Wer hingegen bereits früh aussortiert, verbaut vielen Kindern und Jugendlichen den Weg zum Abitur.
Mit der Etablierung von Gemeinschaftsschulen in Sachsen haben wir bereits den Einstieg geschafft. Auch wenn dieses Schulmodell von der CDU immer wieder torpediert und verschleppt wurde, gründeten sich bislang neun Gemeinschaftsschulen im Freistaat.
Nach den gestrigen Aussagen Tillichs erwarte ich, dass wir nun die Ampeln auf Grün schalten und noch in dieser Legislaturperiode die Gründung weiterer Gemeinschaftsschulen zulassen. Und in der kommenden Legislaturperiode können wir dann das Schulgesetz ändern und aus diesem Schulversuch die Regelschule machen.“
Arne Grimm
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher
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Veröffentlicht am 06.05.2009